Eine vor kurzem veröffentlichte Studie der BBDO analysierte die Chancen von Facebook, sich als Absatzkanal zu etablieren. Die komplette Studie kann hier heruntergeladen werden.
Soziale Netzwerke befinden sich im Wandel
Social Commerce, wie z.B. F-Commerce, steckt noch in den Kinderschuhen. Langsam aber doch verändern sich die Sozialen Netzwerke vom reinen Treffpunkt mit Freunden hin zu einem Marktplatz. Facebook hat sogar seine eigene Währung, sogenannte Credits eingeführt.
Ich fand folgende Aussagen der Studie besonders spannend:
- Für 36% der Befragten ist Convenience das wichtigste Motiv für einen Einkauf in Sozialen Netzwerken, knapp gefolgt von speziellen Angeboten und exklusiven Produkten.
- Es haben jedoch erst 8% bereits etwas auf Facebook gekauft.
- Über 50% hatten große Bedenken wass die Sicherheit ihrer Privatsphäre und Datenschutz angeht, zum Beispiel dass Facebook mitspeichert was eingekauft wird oder dass Unternehmen auf persönliche Daten zugreifen.
Diese Bedenken sollten unbedingt ernst genommen werden.
Vor Social Commerce kommt Vertrauen!
Momentan liegt der Fokus der meisten Unternehmen in ihren Social Media Strategien stark auf Kundenbindung und Kundenengagement. Um Fans in Käufer umzuwandeln ist notwendig, zuerst das Vertrauen in das Unternehmen und ihre Aktivitäten sowohl in als auch zu den sozialen Netzwerken selbst aufzubauen und zu stärken.
Eigentlich ist einkaufen eine der sozialsten Aktivitäten des menschlichen Daseins. In der Realität ist es gang und gebe sich die Meinung von Freunden einzuholen bevor etwas gekauft wird. Es scheint also, als ob die Online Welt langsam versucht, sich der Offline-Welt anzugleichen.
Diesem Trend entsprechend hält die Studie einen Lichtblick für Social Commerce bereit:
- 70% glauben, dass es in ein paar Jahren selbstverständlich sein wird auf Facebook einzukaufen.
Für den besonders interessierten Leser noch ein spannender Link. Im Oktober 2011 fand bei einer Konferenz eine Plenums-Diskussion zum Thema Drive Commerce on Facebook? Make it social (unter anderem mit Vertretern von Paypal und Facebook) statt: