Social Media Strategie posted by Marlene

If Content is King, Visual is Queen

If Content is King, Visual is Queen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. In der Zeit des Web 2.0 werden Bilder und visuelle Inhalte immer wichtiger! Mit Pinterest hat dieser Trend sein Soziales Medium gefunden.

Betrachten Sie diese Statistik:

 emphases by Heidi Cohen

Wie die Untersuchung von Dan Zarrella auf den ersten Blick erkennen lässt, führt die Verwendung von Fotos auf Facebook zu mehr Interaktion in Form von Shares, Likes und Comments, als alle anderen Content-Formate.

Dieser Trend hin zum Bild spiegelt sich auch im rasanten Wachstum visueller Sozialer Netzwerke: die Bildernetzwerde Instagram, Flicker, Picasia und Pinterest haben sich fest etabliert und bilden die Speerspitze des neuen Trends.

Pinterest macht das visuelle Web greifbar: im Gegensatz zu Instagram, Flicker oder Picasa beschränkt sich Pinterest nicht darauf dem Web neue visuelle Inhalte hinzuzufügen, sondern erlaubt, vorgefundene Bilder in Form von Bookmarks neu und individuell zu organisieren.

Der Nutzer kann das Bildmaterial im Web über ein Browser-Add-on, einen speziellen Pin it-Button oder ein Bookmarklet auf dem Userprofil in thematischen überwiegend öffentlich Boards organisieren und abspeichern. Die Pins werden dabei automatisch mit der URL der Herkunftsseite versehen, was im Idealfall für die Urheberseite des Bildes soziale Backlinks generiert (Zwar sind das nur nofollow-Links, aber auch die gehören zu einem natürlichen Linkprofil und sind interssant sofern sie im Google-Index gelistet sind). Und hier gilt wie schon auf den traditionellen Social Media Plattformen Facebook und Twitter: Was gefällt, wird geteilt…

Vor allem diese Referral-Funktion ist es, die für den Hype von Pinterest bei Unternehmen und E-commerce Anbietern verantwortlich ist. Laut einer aktuellen Studie (August 2012) von Shareholic, ist Pinterest der viertwichtigste Traffic-Lieferant -mit stark steigender Tendenz.

Eine aktuelle Infografik von wishpond gibt Einblick in die Nutzerstruktur von Pinterest.

Für Markter interessant ist insbesondere der Vergleich zu Marktgiganten Facebook: die Interaktion mit Unternehmen bzw. Brands ist auf Pinterest mit 43 % ungleich höher als auf Facebook. 84 % der Nutzeraktivität fällt auf das Pinnen und Repinnen von Fotos, über 80% der Pins werden repinnt. Dieses aktive Nutzerverhalten hat unmittelbare Auswirkungen auf die Verweildauer: pro Seitenaufruf verbringt der Nutzer im Durchschnitt 16 Minuten auf Pinterest, ca. 14 Minuten entfallen auf das Erstellen von Inhalten. Ein deutliches Zeichen für das zukünftige Potential der Community.

Abgerundet wird der positive Gesamteindruck von überdurchschnittlich hochwertigen Conversion Rates bei Pinterest-Shoppern und klar fokussierten Ziel – und Themengruppen.

Die Untersuchung von RichRelevance relativiert diese Werte allerdings und zeigt deutlich, dass der hohe Warenkorbwert nur im Lichte anderer Metriken, nämlich den sozial initiierte Shopping-Sessions und Conversion Rates interpretiert werden darf: hier liegt Pinterest nach wie vor weit abgeschlagen hinter dem Marktführer Facebook.

Pinterest hat sich durch sein enormes Wachstum mittlerweile zum drittgrößten sozialen Netzwerk ist in den USA entwickelt und ist gewinnt auch in Europa stetig an Popularität

Laut Alexa erreicht Pinterest einen Global Alexa Traffic Rank von 35, in den USA einen Rank von 14. Deutschland liegt allerdings weit abgeschlagen mit Rank 104 und Österreich wird gar erst nicht gelistet. Und auch wenn Pinterest in absoluten Zahlen mittlerweile zu den Webseiten mit den weltweit meisten Zugriffen gehört, ist die Bedeutung in deutschsprachigen Raum noch vergleichsweise gering.

Daniel Hoffmann warnt daher in seinem lesenswerten Blogpost 5 Irrtümer und Fakten zu Pinterest für Unternehmen in Deutschland davor, die Pinterest Statistiken und Umfragen aus den USA unreflektiert auf den deutschsprachigen Raum zu übertragen.

Orientiert man sich an verschiedenen Statistiktools wie Alexa, Google Ad Planner & Co. (leider stellt Pinterest sehr wenige Daten zur Verfügung) beläuft sich der deutsche Traffic auf ca. 3% was ungefähr 700.000 Unique Visitors im Monat bedeutet. Recht übersichtlich neben Facebook, Google+ & Co.

Darüberhinaus unterscheiden sich Pinterest- Nutzergruppen im deutschsprachen Raum– wie man der Analyse von doubleclick Analyse entnehmen kann – deutlich von Amerikanischen Nutzergruppen. Insbesondere der starke Überhang weiblicher Nutzer bestätigt sich für den deutschsprachigen Raum nicht.

Was die Performance von Pinterest als Social Marketing-Wunderwaffe betrifft, sind euphorische Erwartungen – gerade für den im Bezug auf neue Social Media Dienste etwas trägen deutschsprachigen Raum – unangebracht.

Die Zahlen der Best Practice Beispiele etsy und dawanda lassen zwar schnell den Eindruck von Pinterest als Erfolgsgaranten für E-Commerce Unternehmen erscheinen. Dennoch schafft selbst einer der größten Pinterest Seller – etsy (der auf Facebook über 1 Mio. Fans hat) nicht ganz 200.000 Follower. Und auch Zalando kann seine Pinterest-Follower mit seiner Facebook-Fanschaft nicht annähernd vergleichen.

Wie die Grafik von Searchmetrics zeigt, steht und fällt Reichweite auf Pinterest nicht mit den Followern oder Likes sondern mit Pins. Auch wenn derzeit im deutschsprachigen Raum nur einzelne ausgewählte Onlineshops sind mit eigenen Pinnwänden in Pinterest vertreten sind, binden viele E-Commerce Seiten den Pinterest-Button auf ihre eigenen Webseiten ein – und nutzen damit die spezifische Stärke von Pinterest als Zweitmarketingkanal zur schnellen Weiterverbreitung ihrer Produkte.

Die Pinterest-Präsenz von Deutschlands größten Webshops by Searchmetricss

 

Fazit: Ausprobieren ist das Gebot der Stunde

Pinterest hat durch seine starke Visualisierung und die einfache Generierung von direkten Shop- und Websitelinks grundsätzlich viel Potential. Dies garantiert zwar noch keine Verkäufe, da der Großteil der Pinterest-Referral-Zugriffe nicht aus tatsächlichen Website-Besuchern besteht.

Die Einbettung des Pin-it-Buttons ist einfach und amortisiert sich selbst bei geringen Click-Throughs schnell. Aufgrund der frühen Adaptionsphase durch die Social Web Zeitverschiebung zwischen den USA und Europa ist First-Mover allemal ist ein-Bonus sicher. Ob und wie das Potential von Pinterest für ein Unternehmen genutzt werden kann, muss durch eine individuelle strategische Eigenanalyse herausgefunden werden.

Einen Guide für Pinterest Einsteiger mit Tipps für Ihre erfolgreiche Performance haben wir nächsten Blog-Beitrag für Sie zusammengestellt.

Tipps und Anregungen um das Potential von Pinterst noch besser zu nutzen gibt Jeff Bullas in 4 Ways to Use Pinterest to Rank High in Search Engines und How to Take Your Pinterest Engagement And Results To The Next Level.

 

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