Filmnachbearbeitung am Mac

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Filmnachbearbeitung - Filmschnitt

(im speziellen für Screencasts)

Für den Mac existieren unter MacOSX vielerlei Filmnachbearbeitungsprogramme, welche für die Editierung von Screenrecordings/Screencasts in Frage kommen. Das kostengünstigste bzw. kostenlose Programm iMovie von Apple, ein Teil des iLife-Programmpakets, soll hier kurz vorgestellt werden. Eine leistungsfähigere Filmschnitt-Software ist Final-Cut-Express, die professionelle Software heißt Final-Cut-Pro - ein Teil des Softwarepackets Final-Cut-Studio. Einfache Editierungen können auch direkt mit der Standardsoftware QuickTimePro bzw. QuickTime-X (ab MacOSX 10.6) durchgeführt werden.

Doch warum ist es vielleicht notwendig, Screenrecordings nachzubearbeiten?

  1. Recording war gut - eine Sache hat man aber falsch gemacht
  2. Ein Vorgang in der Aufnahme dauert eigentlich zu lange (z.B. das laden einer Datenbank oder ähnliches) - dieser Vorgang soll im fertigen Screencast verkürzt erscheinen
  3. Teile von verschiedenen Screenrecordings sollen zusammengefügt werden
  4. Filme bzw. Teile von Filmen sollen eingefügt werden
  5. Text soll eingefügt werden (mehrere Screenrecordingprogramme bieten diese Funktion nicht an)
  6. Der Ton soll nachbearbeiten werden (dies kann man aber, je nach gewünschtem Aufwand, mit anderen Programmen besser erledigen, siehe hier)
  7. Das Filmschnittprogramm bietet hilfreiche oder erwünschte Funktionen an, welche im Screenrecordingprogramm nicht zur Verfügung stehen

iMovie

  1. Einstellungen: Die Grundeinstellungen sollte man vor Projektbeginn überprüfen und gegebenfalls ändern. Besonders wichtig sind die Einstellungen für den Videostandard (PAL-25 fps) und wie das Material importiert werden soll (Groß/Ganzer Bildschirm).
  2. Neues Projekt erstellen: Unter Ablage wählt man "Neues Projekt" erstellen, daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem man man einen gewünschten Namen eingeben kann. Wichtig in diesem Fenster ist nun die Eingabe des gewkünschten Seitenverhältnisses (Breitbild 16:9; iPhone 3:2; Standart 4:3).
  3. Import von Screencasts und Filmmaterial (incl. Audio): Der Import erfolgt über das Ablage-Menue - Filme Importieren. Wie bei allen Programmen unter MacOSX kann man auch das Icon eines Films einfach auf das Programm-Icon (hier also das iMovie-Icon) im Dock ziehen. Da iMovie mit QuickTime arbeitet, lassen sich alle Film-Dateiformate, welche QuickTime unterstützt, importieren. Importierte Filme erscheinen automatisch in einem der beiden Edit-Fenster (welches der beiden ist frei wählbar). Der Ton wird automatisch mitimportiert.
  4. Der Import von Fotos (z.B. aus iPhoto, siehe auch hier) ist ebenfalls möglich. Nach dem Import kann die Darstellungsdauer des Fotos definiert werden.
  5. Schneiden und Nachbearbeiten: Das Schneiden (incl. Ton) des Materials funktioniert wie folgt: Bereich des gewünschten Materials (Ereignis genannt) mit der Maus auswählen und dann in das Projektfenster ziehen. Übergänge von Ereignis zu Ereignis lassen sich aus vielen Vorgaben auswählen, die Länge des Übergangs ist frei wählbar (12 verschiedene Arten von Blenden und Übergängen). Jeder Übergang kann anders eingestellt werden. Editierungsänderungen sind jederzeit möglich. Eine Verfeinerung des Schnitts ist ebenfalls jederzeit mit der Maus ausführbar.
  6. Text hinzufügen: Bei Bedarf können Texte mit Überblendeffekten hinzugefügt werden (12 verschiedene Optionen). Die Darstellungsdauer für die Texte ist wieder frei wählbar und kann auch über Filmschnitte hinweg gehen.
  7. Neuen Ton importieren oder Aufnehmen: Synchron zum geschnittenen Bild kann Ton neu aufgenommen oder importiert werden. Möchte man hier etwas aufwändiger arbeiten, so empfiehlt sich nach dem fertigen Bildschnitt das Projekt zu sichern und die Tonbearbeitung in einem anderen Programm zu erledigen (wie beispielsweise GarageBand, wo eine Vielzahl von Spuren und eine kleine Klangbibliothek zur Verfügung stehen - siehe auch hier).
  8. Projekt sichern und exportieren: Mit dem üblichen Sicherungsvorgang (Ablage - sichern) wird das Projekt lokal gesichert. Zudem existiert die Möglichkeit das Projekt zu veröffentlichen bzw. bereitzustellen. Zur Auswahl stehen die Optionen iTunes (das Projekt wird direkt in das lokale iTunes integriert), YouTube (das Projekt wird direkt an den eigenen Account bei YouTube exportiert), MobileMe (das Projekt wird direkt auf der eigenen Homepage veröffentlicht und bei MobileMe gesichert).
iMovie 08

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