Praxistest zu Taxonomie

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Inhaltsverzeichnis

Modul 5 - Didaktisches Design

Aufgabe 3: Diskussionsrunden Studientext DD

Diskussionsrunde 1

Literaturbasis hierfür bildet der Studientext von Gabi Reinmann (2010) Kapitel 0 bis 1.

Thema dieser Diskussionsrunde ist:

"Einführung, Ziele und Ausrichtung im Didaktischen Design"

Im Rahmen des eingebrachten Diskussionsthemas von Alfred: Lehrzieltaxonomien für pädagogische Planung nutzbringend?

  • versuchen wir die Lehrzieltaxonomie nach Anderson & Krathwohl einem Praxistest zu unterziehen und
  • uns mit der Relation von Lernzieltaxonomie und Formen sowie
  • Zielorientierung von Assessments zu beschäftigen.

Arbeitsanregung von Christian Czaputa, MSc:

Grafik von Studientext:
Taxonomie nach Anderson & Krathwohl

Taxonomie nach Anderson & Krathwohl - Zelladressen

Nach dieser Darstellung können die einzelnen Zellen eindeutig bezeichnet werden, z.B. 3D, 4B.

Interessant wäre es nun,

  1. Beispiele für (kognitive) Zielformulierungen zu sammeln,
  2. diese unter Angabe der Zelladressen (z.B. 4C) in der Taxonomie zu verorten
  3. und sich jeweils passende Formen eines 'assessment for learning' und eines 'assessment of learning' zu überlegen.


Hinweis für die Anwendung:

  • Kann ein kognitives Lernziel unter den Dimensionen Erinnern und Faktenwissen eingeordnet werden entpräche das der Zelladresse -> 1A.
  • Kann ein kognitives Lernziel unter den Dimensionen Analysieren und Metakognitives Wissen eingeordnet werden entpräche das der Zelladresse -> 4D.
  • Kann ein kognitives Lernziel unter den Dimensionen Anwenden und Prozesswissen eingeordnet werden entpräche das der Zelladresse -> 3C.


Beispiele für kognitive Zielformulierungen (ad 1):

Wetterkarte

von Alfred Linseder

Faktenwissen: Elemente der Wetterkarte, Windentstehung (Ablenkung), Wetterfronten,

Konzeptwissen: Wissen über die Wechselbeziehungen der Elemente,...

Prozesswissen: Wissen, wie man was tut, Techniken, Methoden

Metakognitives Wissen: Wissen über Lernprozess

Buchführung

von Monika Bauer

FZ 1: Die TN kennen den Kontext, die Bedeutung und die Unterteilung des Anlagevermögens.

FZ 2: Die TN sind in der Lage die Bestandteile des Anlagevermögens eigenständig und folgerichtig den Bereichen der Eröffnungsbilanz zuzuorden und einzutragen.

FZ 3: Die TN verstehen die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Belegverwaltung und sind bereit, diese im beruflichen Alltag gewissenhaft durchzuführen.

Lineare Funktionen

von Markus Bernroitner

FZ 1: Die Geradendefinition y=k*x+d nennen können.

FZ 2: Diagramme auf Basis einer Textaufgabe zeichnen können.

FZ 3: Mit eigenen Worten den Inhalt einer Textaufgabe wiedergeben können.

FZ 4: Informationen aus einem Diagramm ablesen können.

FZ 5: Lineare Funktion mithilfe der Informationen aus einer Textaufgabe aufstellen können.

FZ 6: Textaufgabe zu einer linearen Funktion formulieren können.

PowerPoint-Präsentation über die 4 Jahre Hauptschule Pöggstall

von Peter Groißböck

Faktenwissen: SchülerInnen wissen über die Aktivitäten, also Zeit, Ort und Art bescheid

Konzeptwissen: SchülerInnen können chronologisch vorgehen mit Hilfe von Brainstormings und MindMaps

Prozesswissen: SchülerInnen können Bilder bearbeiten und Präsentation erstellen, Austausch in der Gruppe

Metakognitives Wissen: Wissen über das eigene Wissen über die Aktivitäten und auch wie im Projekt vorgegangen wird.

FZ1: Die Schüler sollen sich in Gedanken in diese Jahr zurückversetzen können.
FZ2: Sie sollen eine Liste mit allen Projekten und Aktivitäten erstellen können.
FZ3: Sie sollen sich weiters auch in der Gruppe austauschen und Fehlendes ergänzen.
FZ4: Sie sollen bei ihren eigenen Fotos auf ihrer Festplatte nach geeigneten Fotos suchen.
FZ5: Sie sollen die Bilder vorbereitend in die richtige Größe bringen können.
FZ6: Sie sollen in Gruppenarbeit Präsentationen zu einzelnen Kapiteln selber gestalten können.
FZ7: Sie sollen auch Musik in die Präsentation einbauen können.
FZ8: Sie sollen die Präsentationen konstruktiv kritisieren können.

Minireferat zu einem Thema freier Wahl im Sachunterricht

von Corina Konrad-Lustig


FZ1: Die SchülerInnen sollen sich überlegen, zu welchem Sachunterrichtsthema sie ein Referat gestalten möchten.

FZ2: Sie sollen auf einem Blatt Papier ein Konzept /Mindmap erstellen können

FZ3: Sie sollen ihr bereits vorhandenes Wissen durch Informationsbeschaffung verschiedenster Quellen (Internet, Sachbücher, Lexika, Filme,..) erweitern und vertiefen

FZ4: Sie sollen daraus resultierend eine Kurzinformation für die Klasse( Handout) am PC erstellen.

FZ5: Sie sollen ein ansprechendes und die wichtigsten Informationen enthaltendes Plakat gestalten können.

FZ5: Sie sollen danach entweder einen Stichwortzettel oder eine Powerpoint- Präsentation vorbereiten.

FZ6: Sie sollen vor der Klasse ein Kurzreferat über Ihr Lieblingsthema halten.

Benzin- und Dieselmotor

von Markus Stefl
Faktenwissen: SchülerInnen können Teile des Motors benennen

Konzeptwissen: SchülerInnen können die 4 Takte der Motoren beschreiben

Prozesswissen: SchülerInnen wissen, wie man auf YouTube nach Videos zu den Motoren sucht

Metakognitives Wissen: (strategisches Wissen) Schüler können sich je nach Lerntyp für die beste Arbeitstechnik entscheiden.

Beckenbodentraining

von Klaudia Boandl

LZ1: Die Kursteilnehmerinnen sollen wissen wie das Becken beweglich gemacht werden kann.

LZ2: Die Kursteilnehmerinnen sollen über den Zusammenhang Körperhaltung, Trainierbarkeit des Beckenbodens und der Atmung Bescheid wissen.

LZ3: Die Kursteilnehmerinnen sollen erkennen, welche Vorteile ein bewegliches Becken, eine tiefe Bauchatmung und ein trainierter Beckenboden haben.

LZ4: Die Kursteilnehmerinnen sollen den Unterschied zwischen tiefer Bauchatmung ohne bzw. mit bewusstem Anspannen des Beckenbodens spüren können.

LZ5: Die Kursteilnehmerinnen sollen eine eigene Visualisierung ihrem Typ entsprechend kreieren können.

Zuordnung der kog. Ziele zur Zelladresse der Taxonomie nach Anderson & Krathwohl (ad 2):

Wetterkarte

Faktenwissen:

  1. Erinnern: Elemente der Wetterkarte müssen erkannt werden und identifiziert werden - 1A
  2. Verstehen: Verteilung der Elemente über die Karte - 2A
  3. Anwenden: Suche die Hochdruckgebiete auf der Karte - 3A
  4. Analysieren: Unterscheide zwei Gebiete bzgl. der Druckverhaltnisse - 4A
  5. Bewerten: Beurteile die Auswirkungen der Druckverhältnisse auf das Wetter - 5A
  6. Erschaffen: Zeichne eine Schlechtwetterfront mit Auswirkungen - 6A

Konzeptwissen

  1. Erinnern: Winde = Druckunterschied - 1B
  2. Verstehen: Wie entstehen Druckunterschiede - 2B
  3. Anwenden: Suche Gebiete mit zuströmenden Winden und solche mit abströmenden - 3B
  4. Analysieren: Charakterisiere die Windverhältnisse eines Ortes (aufsteigend, abströmend, Richtung)- 4B
  5. Bewerten: Beurteile die Ablenkung eines Windes in einem Gebiet - 5B
  6. Erschaffen: Plane die Druckverhältnisse eines Ortes so, dass der Wind aus Richtung SO kommt. - 6B

Prozesswissen

  1. Erinnern: Kenntnisse der Elemente werden gebraucht - 1C
  2. Verstehen: Unterschiedliche Elemente haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Wetter - 2C
  3. Anwenden: Demonstrieren, wie Luftdruck auf der Karte dargestellt wird - 3C
  4. Analysieren: Analysieren, wie man die Ablenkung von Winden erkennt - 4C
  5. Bewerten: Welche Überlegungen zur Bestimmung der Windrichtung wichtig sind - 5C
  6. Erschaffen: Beschreibe, wie eine Wetterkarte erstellt wird - 6C

Metakognitives Wissen ist ein Wissen über den Lernprozess, über Strategien, über (eigene)Stärken und Schwächen. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber hier eine genaue Zuordnung vorzunehmen, scheint mir ein bisschen übertrieben.

Buchführung

FZ 1: 1A
FZ 2: 3A
FZ 3: 2C

Lineare Funktionen

FZ 1: 1a Die Geradendefinition y=k*x+d nennen können.

FZ 2: 4c Diagramme auf Basis einer Textaufgabe zeichnen können.

FZ 3: 2a Mit eigenen Worten den Inhalt einer Textaufgabe wiedergeben können.

FZ 4: 4b Informationen aus einem Diagramm ablesen können.

FZ 5: 3c Lineare Funktion mithilfe der Informationen aus einer Textaufgabe aufstellen können.

FZ 6: 4c Textaufgabe zu einer linearen Funktion formulieren können.

PowerPoint-Präsentation über die 4 Jahre Hauptschule Pöggstall

FZ1: 1A
FZ2: 3B
FZ3: 4C
FZ4: 3C
FZ5: 3C
FZ6: 4C
FZ7: 4C
FZ8: 5C

Minireferat zu einem Thema freier Wahl im Sachunterricht

FZ1: Die SchülerInnen sollen sich überlegen, zu welchem Sachunterrichtsthema sie ein Referat gestalten möchten. 1A

FZ2: Sie sollen auf einem Blatt Papier ein Konzept /Mindmap erstellen können 3C

FZ3: Sie sollen ihr bereits vorhandenes Wissen durch Informationsbeschaffung verschiedenster Quellen (Internet, Sachbücher, Lexika, Filme,..) erweitern und vertiefen 2A

FZ4: Sie sollen daraus resultierend eine Kurzinformation für die Klasse( Handout) am PC erstellen. 4A

FZ5: Sie sollen ein ansprechendes und die wichtigsten Informationen enthaltendes Plakat gestalten können. 3C

FZ5: Sie sollen danach entweder einen Stichwortzettel oder eine Powerpoint- Präsentation vorbereiten. 3C

FZ6: Sie sollen vor der Klasse ein Kurzreferat über Ihr Lieblingsthema halten. 3A

Benzin- und Dieselmotor

Faktenwissen:

  1. Erinnern: 1A SchülerInnen können Begriffe den Teilen eines Motors zuordnen.
  2. Verstehen: 2A SchülerInnen können die Funktionen den Bauteilen zuordnen.
  3. Anwenden: 3A SchülerInnen können die Funktionen der Bauteile mit eigenen Worten beschreiben.
  4. Analysieren: 4A SchülerInnen können unterscheiden, welche Teile zum Benzin-, welche zum Dieselmotor gehören.
  5. Bewerten: 5A SchülerInnen können wichtige von eher unwichtigen Bauteilen unterscheiden.
  6. Erschaffen: 6A SchülerInnen können nach nicht ausdrücklich genannten Bauteilen recherchieren.

Konzeptwissen

  1. Erinnern: 1B SchülerInnen können Abbildungen den einzelnen Takten zuordnen
  2. Verstehen: 2B SchülerInnen verstehen die Arbeitsweise vom Benzinmotor und vom Dieselmotor
  3. Anwenden: 3B SchülerInnen können die Arbeitsweise der beiden Motortypen beschreiben.
  4. Analysieren: 4B SchülerInnen können auf Grund der unterschiedlichen Arbeitsweisen Benzin- und Dieselmotor unterscheiden.
  5. Bewerten: 5B SchülerInnen können mögliche Einsatzbereiche von Benzin- bzw Dieselmotor nennen und begründen.
  6. Erschaffen: 6B SchülerInnen können die Unterschiede zwischen Benzin- und Dieselmotor mit eigenen Worten beschreiben.

Prozesswissen

  1. Erinnern: 1C SchülerInnen erkennen Moodle Aktivitäten.
  2. Verstehen: 2C SchülerInnen wissen über die Möglichkeiten der Moodle Aktivitäten Bescheid.
  3. Anwenden: 3C SchülerInnen können die verschiedenen Moodle Aktivitäten anwenden.
  4. Analysieren: 4C SchülerInnen untersuchen die angebotenen Moodle Aktivitäten auf ihre Tauglichkeit für die Aufgabenstellung.
  5. Bewerten: 5C SchülerInnen bewerten die Tauglichkeiten.
  6. Erschaffen: 6C SchülerInnen wählen die für die Aufgabenstellung passendste Moodle Aktivität.

Metakognitives Wissen

  1. Erinnern: 1D SchülerInnen erinnern sich an den Lerntypentest.
  2. Verstehen: 2D SchülerInnen wissen um ihren Lerntyp Bescheid.
  3. Anwenden: 3D SchülerInnen wenden die ihrem Lerntyp passende Lernstrategie an.
  4. Analysieren: 4D  ???
  5. Bewerten: 5D  ???
  6. Erschaffen: 6D  ???

Beckenbodentraining

LZ1: 1A

LZ2: 2B

LZ3: 5D

LZ4: 4C

LZ5: 6C

assessment for learning (ad 3):

Wetterkarte

Als Assessment for Learning könnte ich mir auch eine Gruppenarbeit vorstellen, die dann auch ein Peer-Feedback enthielte. Wetterkarten ausgeben - diese sollen in Gruppen nach bestimmten Fragen abgearbeitet werden.

  1. Sucht alle Hoch- und Tiefdruckgebiete, alle Wetterfronten heraus.
  2. Erklärt, was für Auswirkungen eine Kaltfront hat.
  3. Beschreibt die Ablenkung eines Windes im Hochdruckgebiet
  4. Beschreibt die Wetterverhältnisse für Wien (Dornbirn, Innsbruck,...)

Präsentation der Gruppenergebnisse.

Buchführung

Lernzielüberprüfungen:
Die Grobziele werden in Form von meist schriftlichen Wiederholungen in unterschiedlichen Varianten (Test mit offenen Fragen, Multiple Joice, etc.) durchgeführt oder im Rahmen von mündlichen Fachgesprächen, in deren Zuge auch noch Erklärungen seitens des Lehrenden stattfinden können.

Feinziele werden meist zu Beginn jeder Lernsequenz überprüft; dies geschieht unter Anwendung verschiedener Methoden je nach Gewichtung der Ziele, die hier auszugsweise angeführt werden:

  • Peer-to-Peer-Gespräche
  • Lehrende-Teilnehmende-Fragen
  • Arbeitsauftrag
  • Diskussion
  • ...

Die Erreichung von Grob- und Leitzielen werden in Form von Abschlussprüfungen und/oder Erlangung eines Berufsabschlusses nachgewiesen.

Lineare Funktionen

Verschiedenste Aktionsformen und Handlungsmuster während des Unterrichts helfen mir den Lernfortschritt der Schüler zu ermitteln und auch den Schülern selbst ihren Lernfortschritt auf zuzeigen.

1. Lehrer-Schülergespräch

2. Arbeitsauftrag vom Banknachbarn korrigieren lassen

3. Gruppenarbeit präsentieren lassen

4. ...


PowerPoint-Präsentation über die 4 Jahre Hauptschule Pöggstall

Auch bei mir helfen Arbeitsauftrag und Aktionen während des Unterrichts, um den Lernfortschritt der Schüler zu sehen und ihnen diesen bewusst zu machen:

  • helfende und leitende Gespräche zwischen Lehrer und Schüler
  • Zusammenarbeit der SchülerInnen in der Gruppe
  • Präsentation der Arbeiten
  • ...


Minireferat zu einem Thema freier Wahl im Sachunterricht

Da die Schüler meist in Freiarbeitsphasen an ihren Referaten arbeiten, bleibt mir genügend Zeit die einzelnen Lernfortschritte zu bewerten und gegebenenfalls unterstützend einzugreifen. Arbeiten die Kinder in Kleingruppen, dann übernehmen sie füreinander die Lernfortschrittskontrolle. Was sie aber am meisten schätzen, ist das Feedback der gesamten Klasse nach dem fertigen Endprodukt, dem gehaltenen Referat.


Benzin- und Dieselmotor

von Markus Stefl
Dieses Thema behandle ich an unserem angeschlossenen Polytechnischen Lehrgang mit Blended Learning. Die wichtigsten Grundlagen werden im Präsenzunterricht anhand von kurzen Videos und Motormodellen demonstriert, der eLearning Anteil wird auf unserer edumoodle Instanz absolviert.

Faktenwissen: Motorteile und ihre Funktion: Zuordnungsaufgaben sind HotPot Übungen oder Moodle Quizzes, wobei meist der beste Versuch gilt, d.h. die SchülerInnen haben die Möglichkeit des "Learning by Testing". Die beschreibenden Aktivitäten finden mündlich am Modell statt. Eigene Recherchen werden in einem Moodle Glossar gesammelt.

Konzeptwissen: Die Kenntnis der Prinzipien (Arbeitsweise) wird durch Moodle Quizzes und durch Hochladen von bearbeiteten Arbeitsblättern überprüft. Auch hier finden zusätzliche mündliche Beschreibungen am Modell statt. Was ich bisher noch nicht veranlasst habe, aber sich gerade anbietet, wären kollaborative Arbeiten mit Wikis. (Ich lasse eigene Hefteinträge gestalten)

Prozesswissen: Wie man etwas in Moodle macht, muss natürlich erst gelernt werden: Die meisten SchülerInnen dieser Schulstufe sind darin wenig erfahren und müssen von mir erst angelernt werden. Das Assessment ist durch die getätigten eLearning Aktivitäten gegeben: Dateien hochladen, Quizzes absolvieren, Glossareinträge, Peers feedback ,...

Metakognitives Wissen: (strategisches Wissen) Hier Leistung zu erfassen und zu bewerten ist m.E. am schwierigsten. Am ehesten wäre es durch Anbieten von verschiedenen Aufgabentypen möglich, wobei der Schüler/ die Schülerin die Auswahl hat. Auch verschiedene Sozialformen müssten frei wählbar sein, was in der schulischen Praxis meist nicht durchführbar ist.

Beckenbodentraining

Am Anfang jeder Trainingsstunde, mit Ausnahme der Ersten, (ein Kurs besteht aus 6 einzelnen Trainingsstunden) wird im Rahmen einer Feedbackrunde überprüft, inwieweit die gesteckten Ziele bereits erreicht wurden.


assessment of learning (ad 3):

Wetterkarte

Ein Assessment of Learning würde ich mir dann als Mutiple Choice Test vorstellen:

  1. Elemente abfragen (Isobaren, Kaltdront, Hoch, Regen,...)
  2. Eine Kaltfront ist: (Zusammentreffen von Luftmassen verschiedener Temperaturen, hinten warme Luft (f), bringt Nieselregen (f), Gewitter,...)
  3. Corioliseffekt besagt,...

...

Buchführung

Beispiele aus der Praxis (Erwachsenenbildung):

  • Feedback-Bögen für Teilnehmende (anonym) zur Bewertung der Lehrendenleistung und der individuellen Zielerreichung; dabei ist die Transparenz der Lehr- Lernziele Voraussetzung.
    Die Ergebnisse werden anonym an die Auftraggeber weitergeleitet.
  • Auftraggebende Institutionen ihrerseits führen teils flächendeckend, teils stichprobenartige Überprüfungen durch. Dabei kommen wieder unterschiedliche Instrumente zum Einsatz.
    Ziele und Schwerpunkte sind die prozessorientierte Qualitätssicherung hinsichtlich der Teilnehmendenzufriedenheit, der Kooperationspartner (Lehrende) und des organisatorischen Ablaufs.


Lineare Funktionen

Hier kommen Tests, Schularbeiten, Mitarbeitskontrollen und die Mitarbeit selbst in Kraft, welche Basis für die Zertifizierung sind.



PowerPoint-Präsentation über die 4 Jahre Hauptschule Pöggstall

Hier meine ich das Feedback über die einzelnen Präsentationen und auch über die Gesamtpräsenation zu finden.
Auch der Grad der Selbständigkeit beim abschließenden Arbeiten ist vom Lehrenden zu beobachten und vom den Studierenden selbst zu evaluieren.
Abschließend würde mir auch noch ein Feedbackbogen einfallen, im Anschlss sollten die SchülerInnen den Prozess der Erstellung der PPP in einigen Stichwörtern kronologisch festhalten.

Minireferat zu einem Thema freier Wahl im Sachunterricht

In diesem Fall zählt die Selbständigkeit in der Materialbeschaffung und in der Zusammenstellung des Referats. Eine abschließende Fragerunde gibt ebenfalls noch Aufschluss über das neu erworbene Wissen. Zudem dürfen die Präsentatoren noch selbst eine kurze Selbstreflexion über den Werdegang ihres Referates und wie es ihnen dabei gegangen ist, geben.


Benzin- und Dieselmotor

von Markus Stefl
Assessment of Learning: Zur Leistungsbeurteilung ziehe ich die Heftführung, Mitarbeit während des Präsenzunterrichts, die geleisteten Arbeiten im eLearning Bereich und einen Moodle-Test am Ende des Semesters heran. Für zukünftige Arbeitgeber wäre ein Portfolio (ePortfolio) sicher von Bedeutung.

Beckenbodentraining

Im Rahmen der Kleinstgruppen (max. 8 Personen) wäre zwar ein Fragebogen über das dargebotene Angebot denkbar, erscheint mir aber nicht notwendig zu sein, da in den einzelnen Kursstunden für mich genug Feedback von den Kursteilnehmerinnen kommt.



Auswertung des Praxistests zur Lehrzieltaxonomie nach Anderson & Krathwohl


Zielsetzungen von Chirstian Czaputa, MSc
für den Praxistest zur Taxonomie nach Anderson & Krathwohl:

... ich denke, dass der Praxistest in erster Linie die praktische Anwendung der Taxonomie motivieren sollte, mit dem Versuch der

a) korrekten Zuordnung von formulierten (kognitiven) Lernzielen zu den Taxonomiestufen
b) und der anschließenden passgenauen Formulierung von Assessments for learning bzw. Assessments of learning.

Klar schwingt beim Punkt a) auch die Frage mit, ob eigentlich alle Zellen der AK-Taxonomie sinnvoll belegt werden können, doch erscheint es mir zunächst leichter, eigene Zielformulierungen in der Taxonomie zu verorten.

Kriterien zur Kommentierung der eingebrachten Vorschläge


wären für mich, ob

   * es sich bei den Zielformulierungen in erster Linie um kognitive Zielsetzungen handelt,
   * diese stimmig den Taxonomiezellen oder ggf. auch -zellbereichen (?) zugeordnet wurden,
   * zu jeder Zielformulierung je eine formulierte Assessmentaufgabe des Typs 'assessment for learning' und 'assessment of learning' vorliegt,

die sich bzgl. ihrer kognitiven Aktivierung und der angesprochenen Wissensdimension tatsächlich auf der selben Stufen (Zelle) befindet,
wie die zugehörige Zielformulierung.

Durch diese Übung bleibt die AK-Taxonomie nicht nur bloße Theorie und kann vielleicht besser hinsichtlich ihrer praktischen Nutzbarkeit eingeschätzt werden.


=> Angaben zu Zielsetzungen und Kriterien zur Kommentierung sind ein Auszug aus einem Posting vom 26. Juni 2010 von Herrn Chirstian Czaputa, MSc in Diskussionsrunde 1


Komentare zum Betrag von Alfred Linseder: Wetterkarte


Kommentar von Christian Czaputa in Stichpunkten: ad 1) Gerade gesehen, dass hier keine Lernzielformulierungen stehen, sondern illustrativ Wissensbereiche - ist aber auch okay zur Verdeutlichung; Lernzielformulierungen allerdings stehen und fallen mit den verwendeten Verben. Über diese wird das (möglichst zu beobachtende) Zielverhalten oder der Zielzustand beschrieben.

Komentare zum Betrag von Monika Bauer: Buchführung


Kommentar von Christian Czaputa in Stichpunkten: ad 1) gut formulierte Lernziele; "FZ 3: Die TN verstehen die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Belegverwaltung und sind bereit, diese im beruflichen Alltag gewissenhaft durchzuführen." hat für mich allerdings ebenso einen affektiven (=> Förderung von Einstellungen, Haltungen) Anteil. Die 'Wichtigkeit und Notwendigkeit verstehen' würde ich noch dem kognitiven Bereich zuordnen, 'bereit sein, diese im beruflichen Alltag gewissenhaft durchzuführen' wäre ein affektives Ziel, das in der AK-Taxonomie nicht gut zuzuordnen ist.

Komentare zum Betrag von Markus Bernroitner: Lineare Funktionen


Kommentar von Christian Czaputa: ad 1) Lieber Markus, schöne durchwegs kognitive bzw. mit kognitivem Schwerpunkt versehene Zielformulierungen. Eine Anmerkung: Richt-, Grob- und Feinzielformulierungen sollen stets auf der jeweils adäquaten Abstraktionsstufe stehen. Feinziele sind hier möglichst konkret zu halten. Hier ließe sich nur bei der Formulierung "FZ 4: Informationen aus einem Diagramm ablesen können.", was ebenso auch ein Grobziel sein könnte (= mittleres Abstraktionsniveau, noch interpretierbar, z.B. welche Informationen abgelesen werden sollten) die Konkretisierung noch verfeinern.

Komentare zum Betrag von Peter Groißböck: PowerPoint-Präsentation über die 4 Jahre Hauptschule Pöggstall


Kommentare von Christian Czaputa: ad 1) Lieber Peter, ich füge einige Zielformulierungen nochmals ein und kommentiere:

FZ1: Die Schüler sollen sich in Gedanken in diese Jahr zurückversetzen können. FZ2: Sie sollen eine Liste mit allen Projekten und Aktivitäten erstellen können. FZ3: Sie sollen sich weiters auch in der Gruppe austauschen und Fehlendes ergänzen. FZ4: Sie sollen bei ihren eigenen Fotos auf ihrer Festplatte nach geeigneten Fotos suchen. FZ5: Sie sollen die Bilder vorbereitend in die richtige Größe bringen können. FZ6: Sie sollen in Gruppenarbeit Präsentationen zu einzelnen Kapiteln selber gestalten können. FZ7: Sie sollen auch Musik in die Präsentation einbauen können. FZ8: Sie sollen die Präsentationen konstruktiv kritisieren können.

Allgemein stellt sich die Herausforderung bei Zielformulierungen, dass diese nach Möglichkeit in operationalisierter (=messbarer, beobachtbarer) Form formuliert werden sollten. Dies ist sicherlich nicht bei allen Zielen möglich und sinnvoll, doch dort wo möglich, wäre es gut. Hier ist z.B. FZ 1 schwierig zu operationalisieren; FZ 7 hingegen liegt in sehr gut operationalisierter Form vor.

Weiter sollten Ziele stets das erwünschte Zielverhalten oder den erwünschten Zielzustand beschreiben, nicht aber den Weg dorthin. So stellt sich z.B. bei FZ 2,3,4,6 die Frage, ob hier nicht mehr das Vorgehen im Unterricht angesprochen ist und nicht eine Zielsetzung der betreffenden Unterrichts?

Zudem finden sich Ziele, die in der Tat mehr als Kompetenzen bezeichnet werden könnten (z.B. FZ 6: in Gruppenarbeit Präsentationen zu einzelnen Kapiteln selber gestalten können), da hier vieles drinsteckt: kognitive, affektive und psychomotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten. Zudem ist der Abstraktionsgrad noch zu hoch für ein Feinziel, da zu viel Interpretationsspielraum besteht. Hier ließe sich die kognitive Komponente herauslösen und auf einer möglichst konkreten Abstraktionsstufe formulieren.

Komentare zum Betrag von Corina Konrad-Lustig: Minireferat zu einem Thema freier Wahl im Sachunterricht


Komentare zum Betrag von Markus Stefl: Benzin- und Dieselmotor


Komentare zum Betrag von Klaudia Boandl: Beckenbodentraining