Screenrecording am Mac

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Screenrecording - Screencasts unter MacOSX (10.6)

Planung eines Screencasts

  1. "Drehbuch" verfassen, was genau erläutert und gezeigt werden soll.
  2. Soll oder muss die Bildschirmaufnahme noch geschnitten werden (warum: siehe hier)?
  3. Sollen noch Texte hinzugefügt werden (siehe wiederum hier)?
  4. Soll oder kann die Audioaufnahme gleichzeitig erfolgen, oder ist es sinnvoller, dieser später hinzuzufügen (siehe auch hier)?
  5. Sollen noch Bild- oder Soundeffekte nachträglich hinzugefügt werden?
  6. Je nach verwendeter Software muss die Fenstergröße u.U. vor der Aufnahme des gewünschten Bildschirmbereichs definiert werden.
  7. Identifikation der minimalen Fenstergröße mit Bezug auf die Einbettung des Objektes. Hierbei sollte auch infrastrukturelle Aspekte (clientseitig) beachten:
    • Browser
    • PC
    • Internetanbindung
    • Audioequipment
  8. Je nach verwendeter Software die optimale Fensterposition für die Aufnahme bezüglich eventueller Dialogfenster festlegen
  9. Die Framerate der Aufnahme kann bei den meisten Programmen beim Export neu definiert werden - nicht bei allen.
  10. Probeweiser Durchlauf des gewünschten Prozesses hilft, die o.a. Rahmenvariablen zu identifizieren und zu bestätigen sind. Will man extrem resourcenhungrige Anwendungen Aufzeichnen, so könnte man u.U. Teilbereiche dieser Anwendungen nicht ausführen oder später durch Schneiden verschiedener Screenrecordings einfügen.

Sie hierzu auch Film hochladen und bereitstellen und Weitere Informationen zu Filmen im Internet.


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Screenrecording Software - eine Auswahl

Ab MacOSX 10.6 (Snow Leopard) können Screenrecordings und einfache -editings direkt mit der Standardsoftware QuickTimeX durchgeführt werden. Alle im folgenden genannten Screenrecorder bieten verschiedene Ausgabeformate an. QuickTime ist bei allen Standart. Mehrere Programme können nicht nur den/die Bildschirme aufzeichnen, sondern auch eine externe Kamera bzw. die integrierte iSight-Kamera. Die gleichzeitige Tonaufnahme über verschiedene Quellen ist, wie am Mac üblich, bei allen möglich. Siehe hierzu auch: Audiobearbeitung

  1. iShowU: Dieser Recorder geht relativ sparsam mit den Resourcen um - es können also auch sehr resourcenhungrige Anwendungen aufgezeichnet werden.
  2. ScreenMimic: Bietet (was ungewöhnlich ist) den direkten Export der Filmdatei im Flash-Format an (auch QuickTime).
  3. Screenography
  4. Screenflick
  5. Screenrecord-2
  6. SnapzPro: Dieses Programm benötigt relativ viel Rechenleistung. Bei der Aufzeichnung "normaler Anwendungen" stellt dies aber nie ein Problem dar. Bei der Standart-Installation dieser Software wird SnapzPro bei jedem Einschalten des Computers automatisch aktiviert! Dies kann/sollte man in den Systemeinstellungen - Benutzer - Startobjekte wieder deaktivieren, da das Programm anderenfalls immer im Hintergrund läuft und viele Resourcen belegt.
  7. Screenflow: Ein extrem leistungsfähiges Programm, das nicht nur Screenrecordings erstellen, sondern mehrere Aufnahmen (ebenso von der integrierten oder einer externen Kamera) auch schneiden kann. Viele Bildeffekte können nachträglich plaziert werden. Audioaufnahmen können gleichzeitig und nachträglich erstellt und ebenfalls (zum Bild) editiert werden. Unschärfen, Bildeffekte für Mausklicks oder das tippen auf der Tastatur sind zudem möglich bzw. optisch darstellbar. Bei der Aufnahme des Bildschirms wird immer der gesamte Bildschirm gefilmt - zoomen, festlegen von Bildausschnitten usw. wird durch sogenannte "Aktionen" nachträglich eingegeben. Seit März 2010 steht ein Update (Version 2.1) zur Verfügung, welcher zudem den Export von Flash-Files ermöglicht.
  8. Hier eine Anleitung für kostenloses Screenrecording unter OSX (vor 10.6). Der beschriebene Vorgang führt direkt zu einem Flashfile.


Screenflow mit verschiedene Aufnahmen und Editierungen


Da der/die gesamte(n) Bildschirm(e) aufgezeichnet werden, sind die Dateien von Screenflow relativ groß. Beim Export jedoch kann man sowohl Bildanzahl pro Sekunde wie auch viele andere Parameter dazu nutzen, die Dateigröße deutlich zu reduzieren. Für den Export stehen verschiedene, unter QuickTime übliche Voreinstellungen zur Auswahl. In fast jedem Fall aber wird ein QuickTime-Movie erzeugt.

Möchte man mit den Screenrecordern nur den Bildschirm aufzeichnen, die Tonbearbeitung jedoch z.B. mit GarageBand oder iMovie erstellen, so sind u.a. die beiden zuletzt genannten Programme in der Lage, die Screenrecording-Filme (am Besten als QuickTime-Filme) zu importieren. Für die "Nachvertonung von Screencasts" siehe auch hier. Erweiterte Filmschnittfunktionen könnte man mit iMovie (siehe hier) durchführen. Die Integration von anderen Filmen in einen Screencast (z.B. aus dem Internet) könnte man mit iMovie ebenfalls realisieren. Möchte man jedoch Filme (z.B. aus dem Internet) direkt in Screenflow bearbeiten, so könnten diese auch als Screenrecording aufgezeichnet werden (incl. Ton).

Seit MacOSX 10.6 bietet die Standardsoftware QuickTimeX das Screenrecording und -editing auch direkt in QuickTime an. Da alle Recorder QuickTime verwenden, ist der Export der Aufnahmen mit praktisch allen Formaten möglich, welche QuickTime anbietet.

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Beispiel zur Erstellung eines komplexeren Screencasts

  1. Planung
  2. Screenrecordings ausführen und sichern
  3. Screenrecordings (und zusätzliches Filmmaterial mit Ton!) in das Filmschnittprogramm importieren, z.B. iMovie (siehe auch hier)
  4. Screenrecordings (und zusätzliches Material) wie gewünscht schneiden, Blenden eingeben, Text und Bild-Effekte hinzufügen und sichern/exportieren
  5. Ergebnis in ein Tonbearbeitungssystem importieren (also Bild und den bisherigen Ton - z.B. von zusätzlichem Filmmaterial), z.B. GarageBand (siehe auch hier)
  6. Der importierte Ton erscheint dort als Stereo-Spur und kann zum Bild geschnitten werden (oder man verwendet vom bisherigen Ton z.B. nur den Ton des zusätzlichen Bildmaterials, welcher nach wie vor synchron zum Bild ist), auf weiteren Spuren können Audioaufnahmen (z.B. gesprochener Text) und weiteres, gewünschtes Audiomaterial synchron zum Bild aufgenommen, plaziert und editiert werden
  7. Lautstärkenverhältnisse der verschiedenen Audiosignale anpassen (einfaches mischen)
  8. Den Screencast sichern/exportieren.
  9. Screencast u.U. in ein anderes Format (z.B. Flash) konvertieren (siehe hier)


Es ist aus Qualitätsgründen sehr sinnvoll, alle erwünschten Nachbearbeitungsschritte in einem (am Mac praktischerweise dem QuickTime-) Format durchzuführen und erst als letzten Bearbeitungsvorgang in ein u.U. erforderliches anderes Format (z.B. Flash) zu konvertieren.


Das obige Beispiel mag sehr aufwändig erscheinen. Diese Vorgehensweise kann jedoch auch bei einfachen Screencasts im Endeffekt deutlich schneller Ergebnisse zeitigen als der Versuch, alles auf einmal machen zu wollen. Eine weniger komplizierte Vorgehensweise bei einfacheren Projekten ist der Einsatz von Screenflow für alle erforderlichen Arbeiten, da dieses Programm im wesentlichen alles anbietet, was man zu Herstellung eines Screencasts benötigt (seit Version 2.1 auch den Export in Flash).

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